Strom

Energiekrise - Angst vor leeren Slots?

Auf dieser Seite geht  es um die optimale Stromversorgung der Bahn. Es gibt mehrere Gründe, wieso man sich intensive Gedanken um die Stromversorgung machen sollte:

  • die Grundpackungen von Carrera sind von der Stromversorgung her ausreichend dimensioniert. Schnell kommt aber der Wunsch nach Erweiterung der Strecke auf.
  • die Carreraschienen haben Edelstahlleiter. Das ist sehr gut, denn diese rosten nicht. Ein Nachteil besteht aber in der schlechten Leitfähigkeit der Slots an den Steckzapfen. Dort tritt bei jeder Verbindung ein Widerstand auf, der sich mit zunehmender Streckenlänge vergrößert. Dabei kann es passieren, dass bereits nach 5 Metern Strecke spürbare Stromverluste auftreten. Man merkt dies an der schwächeren Fahrleistung der Autos.
  • im Pro-X System macht sich dieser Effekt dramatisch bemerkbar. Es bleibt Fakt: man muss mit einem Trafo auskommen. Pro-X verfügt nur über einen Stromkreis, man kann nicht wie bei analogen Bahnen jeden Slot extra mit Strom versorgen.
  • Mit vier Autos auf der Strecke hat man gleich vier Verbraucher, die alle ausreichend mit Strom versorgt werden wollen. Wenn diese sich auf der Bahn eng beieinander befinden, kann die Leistung gewaltig in die Knie gehen.
  • hinzu kommen weitere Stromverbraucher: die Weichen, die PSL und der Rundenzähler werden alle auf den Fahrslots heraus mit Strom versorgt. Eine Weiche zieht schon m Ruhezustand 0,1Ampere, bei vier Weichen sind das schon 0,4A, plus PSL und Rundenzähler sind wir bei 0,6A. Diese Energie fehlt den Autos.

Die optimale Stromversorgung der Pro-X Bahn

Zwar wurden 2006 neue Schienen eingeführt, welche weniger Widerstände an den Übergängen erzeugen, aber noch werden die meisten Leute die alten Schienen haben. Ausserdem fehlen noch tatsächliche Erfahrungswerte, ob sich zukünftig Zusatzeinspeisungen erübrigen.

Das A & O einer optimalen Stromversorgung ist die Installation von Zusatzeinspeisungen. Wer nur Pro-X fährt kann dabei mit dem neuen 3,5 A Trafo auskommen, er bietet genug Leistung für einen regulären Pro-X Betrieb. Wer gerne mal schnellere Ghostcars auf die Strecke bringen will und eine höhere Voltzahl benötigt oder den Strom regeln möchte, z.B. wenn man Kinder oder Anfänger auf die Bahn lassen möchte und dafür gerne etwas weniger Power einstellen will, sollte sich ein stabilisietes Labornetzteil von mindestens 3A bis 5A anschaffen. Zum Anschluss an die BlackBox wird dafür der Anschlussstecker des Originaltrafos benötigt. Man sollte sich dazu einen alten 1,4A Trafo besorgen, den gibt es billig und dieser hat eine zweiadrige Litze, die sich leicht anschließen läßt.

Wie man es richtig macht

Allergrößte Sorgfalt ist bei der Installation von Zusatzeinspeisungen notwendig. Man sollte genug Zeit dafür aufwenden, wer dabei nicht exakt vorgeht und an der schön verclipsten,auf der Grundplatte verschraubten Bahn feststellt, dass der Strom nicht richtig fließt, die BlackBox permanent blinkt oder die Slots heiss werden, wird die Bahn wohl wieder abbauen und von vorne anfangen müssen.

Elf Schritte zur richtigen Zusatzeinspeisung:

  1. Zusatzeinspeisungen besorgen. Dazu kann man die Originale von Carrera kaufen oder selbst welche aus z.B. Lautprecherkabel bauen. Anlötbare Einsteckclipse bieten einige Slotfachgeschäfte an (Modellparadies, Rennbahnen-Powerpoint)).
    Die Original Carrera-Einspeisungen gibt es in 5m und 10m Länge. Diese sind viel zu lang, man kann sie aber auf die benötigte Länge kürzen und an das gekürzte Ende Clipse anlöten.
  2. Zusatzstrom wird immer aus der Bahn geholt, hinter der BlackBox und niemals aus dem Trafo direkt. Auch Ideen mit einem zweiten Trafo oder einer zweiten BlackBox in der Bahn sollte man ganz schnell vergessen. 
    So erklärt es Carrera: Strom aus der Schiene holen, an anderer Stelle richtig gepolt einsetzen. Weiter unten seht ihr, wie das Schritt für Schritt geht.
  3. Pro 2m Streckenlänge empfehle ich eine Zusatzeinspeisung. Ausserdem sollte man diese vor Weichen, Steigungen und/oder engen Kurven setzen.
  4. Zusatzeinspeisungen im Wunschlayout festlegen.
  5. Bahn aufbauen, noch nicht die Schienen verclipsen oder die Bahnteile auf der Bahn festschrauben. Die Bahnteile sowie die BlackBox für die Einspeisungen in Fahrtrichtung spurweise markieren. So erkennt man inmmer die richtige Spur. Grundsätzlich immer in fahrtrichtung denken und arbeiten.
  1. Bahnteile und BlackBox aus der Bahn nehmen und neben die Bahn in Fahrtrichtung legen. 
  2. Anschließend die Carrerazusatzeinspeisung in handliche Längen schneiden. Wir haben ca. 4 mal 1,50 Kabel geschnitten und einen Meter für ein Abzweigkabel. Am Abzweigkabel haben wir die Originalclipse drangelassen, ans andere Ende aber vier Lüsterklemmen gesetzt.
  1. Von dieser Klemme gehen zwei Abzweigungen ab. So können wir von jeder Klemme zwei Zusatzeinspeisungen abnehmen. Die Kabel sind farblich markiert. Ein Kabel ist schwarz, ein Kabel rot, eins gelb und eins weiss markiert. So kann man die Kabel gut zuordnen,  z.B.

    Spur 1 = grün

    Plus = schwarz

    Minus = gelb

    Spur 2 = rot

    Plus = rot

    Minus = weiss

  2. Anschließend wurden alle vier Kabel präpariert, Dazu werden drei an einem Ende mit Einsteckclipsen versehen. Ein Kabel hat sie ja schon im Original.
  3. Anschließend kann das Verkabeln losgehen. Verteilerkabel kommt in die BlackBox. Dann muss man unter der Tisch, um alle Kabel mit dem Verteilerkabel farblich passend zu verbinden. Oben können die Einspeisungen schonmal in die Schienenstücke gesteckt werden.
  4. Anschließend erfolgt der Funktionstest an den noch ausgebauten Bahnstücken. Fahren die Autos und dann auch noch in die richtige Richtung, ist alles klar und die Bahn kann zusammengesteckt werden.

Ob man jetzt die Bahn noch mit einem Labornetzgerät versieht, ist eine Frage, die jeder für sich selbst klären muss. Wie schon beschrieben reicht der Originaltrafo mit 3,5 A für den Pro-X betrieb aus. Auch gut präparierte Ghostcars kommen damit klar. Wer Strom regeln möchte, braucht ein Labornetzgerät.